Angebote zu "Europa" (10 Treffer)

Kategorien

Shops

Gastfreundschaft der Kulturen
24,90 € *
ggf. zzgl. Versand

In keinem anderen europäischen Staat ist die Debatte um die eigenstaatliche kulturelle Identität so schwierig zu führen wie in Deutschland. Vor dem Hintergrund des Narrativs des Multikulturalismus unternimmt Johannes Heinrichs gegen Parteipolitik, gegen politisches Lagerdenken und gegen die allgemeine Hysterie den Versuch einer nüchternen, dem Denken verpflichteten Untersuchung dessen, was eine deutsche Primär- oder gastgebende Kultur ausmacht.Dabei stellt er als Thesen auf, für die er eine genaue Begründung bietet:· Multikulturelle Gesellschaft im Sinne einer völligen Parität verschiedener Kulturen unter Aufgabe von Sprachgebieten ist weder realistisch möglich noch eine wünschenswerte Form menschlichen Miteinanderlebens. Multikultur ohne die Unterscheidung von gastgebender Kultur und Gastkultur wäre in Kürze eine Unkultur.· Ein vertieftes, aufgeklärtes Bewusstsein kultureller Identität hat mit Nationalismus nichts gemeinsam. Im Gegenteil, es ist Voraussetzung für Multikultur.Eine gastgebende Kultur, derer sich die Gastgeber bewusst sind, ist nach Heinrichs sogar Voraussetzung für die Integration von Immigranten einschließlich ihrer je eigenen (Gast-)Kulturen. Das Bewusstsein um die Rolle der gastgebenden Kultur bedeutet dabei keineswegs ein nationalistisches Überlegenheitsgefühl, sondern schlicht den unerlässlichen Gemeinschaftsgeist, der sich in Sitten und Gebräuchen äußert, zuerst und zuvörderst in der Verwendung einer gemeinsamen Sprache.Von Einwanderern ist daher auf Dauer eine kulturelle Integration zu verlangen - was jedoch nicht bedeutet, dass sie ihre mitgebrachten Kulturen zu verleugnen bräuchten. Diese genießen als Sekundärkulturen Gastrecht in der gastgebenden Primärkultur, auch wenn die Einzelnen als solche nicht bloß Gäste bleiben.Solche sich aus der Vernunft ergebenden Grundregeln werden sowohl von linken Multikulti-Ideologen wie von rechten Nationalisten missachtet - aber zugleich auch von Mitte-Politikern noch immer ignoriert.Das vorliegende Buch stellt die zweite, um zwei Essays und ein Resümee erweiterte Neuauflage der Erstausgabe von 1994 dar, die so klar- und weitsichtig verfasst wurde, dass sie in beinahe schon unheimlicher Weise aktuell ist, nicht zuletzt durch die Migrationskrise. Johannes Heinrichs' Analyse von kultureller Identität, in der er den Begriff einer gastgebenden Primärkultur Jahre vor der Leitkulturdebatte einführte, leistet einen grundlegenden und wichtigen Beitrag zu einer Versachlichung der Diskussion um Einwanderung und "Leitkultur".Als Ergänzungen sind folgerichtig beigefügt· der Aufsatz Kulturelle Solidarität - der unerkannte Kern des Migrationsproblems, in welchem Heinrichs Pflichten zur sowie Bedingungen und Voraussetzungen für kulturelle Gastfreundschaft analysiert,· ein kritischer offener Brief an Bassam Tibi anlässlich der aktualisierten Neuauflage von Tibis Buch Europa ohne Identität (2016), mit dessen Erstausgabe dieser im Jahr 1998 den Begriff der Leitkultur geprägt hat,· ein Resümee "Ergebnisse und Ergänzungen".

Anbieter: Dodax
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Unversöhnte Verschiedenheit
70,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz gehört zu den großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Neuzeit. Angesichts der sich zuspitzenden religiös-konfessionellen Spannungen, die häufig Anlass zu gewaltsamen Konflikten gaben, bedurfte es politisch abgesicherter Verfahren der Konfliktlösung und der Differenzbewältigung. Bei näherem Hinsehen erweisen sich solche Verfahren als ebenso vielfältig wie die religiöse Landschaft Europas selbst. Neben der Befriedung der Konflikte durch Wiederherstellung der religiösen Einheit innerhalb eines Territoriums, was zumeist Repression und Vertreibung als gewaltsame Formen der Konfliktbewältigung einschloss, lassen sich Strategien erkennen, die eine weitgehend friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiös-konfessionellen Gruppen gewährleisteten. Dies konnte durch obrigkeitliche Duldung qua 'Toleranzedikt' geschehen, aber auch durch Frieden, der zwischen gleichberechtigten Vertragsparteien geschlossen wurde. Auf dieser Grundlage konnten sich formelle Verfahren entwickeln, die politische Gleichberechtigung und Parität garantierten. Nicht weniger charakteristisch für die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz im neuzeitlichen Europa waren aber auch Verfahren, die informeller Natur waren und deren friedensstiftendes Potential gerade darin bestand, dass sie die bestehenden Differenzen verwischten und so Raum für Ambiguität ließen. Der Band, der auch Einsichten für die Gegenwart eröffnet, nimmt diese Phänomene in breiter europäischer Perspektive in den Blick.

Anbieter: Dodax
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Adipositas und Schwangerschaft
19,89 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Adipositas ist ein gravierendes Gesundheitsproblem, das nicht nur die entwickelten Länderwie Deutschland, sondern neuerdings auch viele Entwicklungsländer angeht. Bei den Erwachsenenhat sie bereits epidemischen Charakter angenommen (WORLD HEALTH ORGANIZATION2000, JAMES et al. 2001) und wird daher seitens der WHO als eine besonders starke,globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit eingeschätzt.Zur Klassifikation von Übergewicht und Adipositas wird gewöhnlich der Körpermasse-Index(Body-Mass-Index, BMI) verwendet, da er der beste, international bewährte, indirekte Indikatorfür die Gesamtkörperfettmasse ist. Der BMI errechnet sich aus der Formel: Körpergewicht (inkg) dividiert durch das Quadrat der Körperhöhe (in cm), folglich ist seine Einheit kg/m². InÜbereinstimmung mit den Empfehlungen der WORLD HEALTH ORGANIZATION (2000) lassensich bei Erwachsenen fünf BMI-Kategorien (Angaben in kg/m²) wie folgt unterscheiden:- Untergewicht: BMI < 18,5- Normalgewicht: 18,5 = BMI < 25- Übergewicht: 25 = BMI < 30- Adipositas: = 30 BMI < 40- Extreme Adipositas: BMI = 40Bei Kindern und Jugendlichen kann die Klassifikation mithilfe geschlechtsspezifischer Altersperzentilenfür den BMI (KROMEYER-HAUSCHILD et al. 2001, WABITSCH UND KUNZE 2001/2006) erfolgen.Neuerdings hat sich gezeigt, dass der Taillenumfang und das Taillen-Hüft-Verhältnis nützlicheAlternativen des BMI zur Bestimmung der Adipositas, speziell der vorwiegend abdominalen(viszeralen) Adipositas sind (KESSNER 2005, DEUTSCHE ADIPOSITAS-GESELLSCHAFT (DAG) u.a.2006, BALKAU et al. 2007, SUN et al. 2008).In den vergangenen Jahrzehnten, vornehmlich seit Mitte der 80er-Jahre stieg die Prävalenzder Adipositas in Europa und weltweit stark an (EHRSAM et al. 2004, HELMERT UND STRUBE2004, LOBSTEIN et al. 2005), insbesondere in den USA (FLEGAL et al. 1998, 2002, MOKDAD et al.1999, OGDEN et al. 2006). Bereits bei Kindern und Jugendlichen setzte ein ansteigender Trendein (KROMEYER-HAUSCHILD et al. 1999, EBBELING et al. 2002, KALIES et al. 2002, KOLETZKO et al.2002, OGDEN et al. 2002, WANG et al. 2002, FRYE UND HEINRICH 2003, LISSAU et al. 2004).Aus den Untersuchungen von OGDEN et al. (2006), denen Daten des National Health and NutritionExamination Surveys (NHANES) der USA der Jahre 2003 – 2004 zugrunde lagen, ginghervor, dass 32,2% der Erwachsenen im Alter ab 20 Jahre adipös (BMI = 30 kg/m²) waren. 17,1%der 2 – 19 Jahre alten Kinder und Jugendlichen waren übergewichtig (= 95. Perzentile desgeschlechts- und altersspezifischen BMI). Gegenüber den Jahren 1999 – 2000 (FLEGAL et al. 2002)stieg die Prävalenz des Übergewichts signifikant von 13,8% auf 16,0% bei den weiblichen undvon 14,0% auf 18,2% bei den männlichen Kindern und Jugendlichen an. Bei den Männernnahm die Prävalenz der Adipositas im gleichen Zeitraum signifikant von 27,5% auf 31,1% zu,wohingegen sie bei den Frauen nicht weiter anstieg (1999 – 2000: 33,4%, 2003 – 2004: 33,2%).Die Prävalenz der extrem ausgeprägten Adipositas (BMI = 40 kg/m²) betrug in den Jahren2003 – 2004 bei den Frauen 6,9% und bei den Männern 2,8%. Gemäß HEALTH SURVEY FOR ENGLAND2004 (2005) ergab sich zwischen 1993 und 2004 eine stetige Zunahme der Adipositasprävalenzvon 16,4% auf 23,8% bei den Frauen und von 13,2% auf 23,6% bei den Männern. InDeutschland sind derzeit etwa 50% der Frauen und 70% der Männer übergewichtig oder adipös(MENSINK et al. 2005), die Kinder je nach Alter und Region immerhin schon zu 20% – 33%(MÜLLER et al. 2006).Die Adipositas stellt eine der zentralen Herausforderungen der modernen Medizin dar (HEBEBRANDet al. 2004). Dies gilt namentlich für die Geburtsmedizin, denn die ansteigende Prävalenzdes Übergewichts und der Adipositas betrifft auch die Frauen im gebärfähigen Alter. In denUSA verdreifachte sich die Adipositasprävalenz bei den Frauen im Alter von 20 – 39 Jahre von9% in den Jahren 1960 – 1962 auf 28% in den Jahren 1999 – 2000 (FLEGAL et al. 2002). Nacheiner auf 36.821 Schwangeren basierenden britischen Studie (HESLEHURST et al. 2007) erhöhtesich im Zeitraum von 1990 – 2004 der Anteil der Frauen mit Adipositas zu Beginn der Schwangerschaftsignifikant (p < 0,01) von 9,9% auf 16,0% und wird bei anhaltendem Trend im Jahre2010 auf 22% anwachsen. Über einen ähnlichen ansteigenden Trend für die Prävalenz dermaternalen Adipositas wurde neben den USA aus europäischen Ländern und Kanada berichtet(CNATTINGIUS et al. 1998, LU et al. 2001, SURKAN et al. 2004, KANAGALINGAM et al. 2005, YEHUND SHELTON 2005, RAATIKAINEN et al. 2006).Die schwangerschaftsassoziierte Adipositas steigert maternale und fetale/neonatale Risikenfür Morbidität und Mortalität (GROSS et al. 1980, CASTRO UND AVINA 2002, DIETL 2005, CATALANOUND EHRENBERG 2006, YU et al. 2006). Neben thromboembolischen, respiratorischen und infektiösenKomplikationen werden vornehmlich die schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (SIH),die Präeklampsie/Eklampsie und der Schwangerschaftsdiabetes (GDM), die Kaiserschnittrate,neonatale Anpassungsstörungen, angeborene Fehlbildungen, die Frühgeburtlichkeit und diefetale/neonatale Makrosomie sowie die Totgeburtenrate durch die Adipositas begünstigt bzw.erhöht. Darüber hinaus ist mit Folgeerkrankungen (chronische Hypertonie, Typ-2-Diabetes,metabolisches Syndrom mit konsekutiven kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen) zurechnen, die wiederum nachfolgende Schwangerschaften belasten.KUNZE (2008) und VOIGT et al. (2008) waren in Untersuchungen, die auf der Grundlage vonPerinataldaten der Jahre 1998 – 2000 aus 8 deutschen Bundesländern erfolgten, zunächst derFrage nachgegangen, inwiefern es Beziehungen zwischen dem maternalen Übergewicht bzw.der Adipositas zu Beginn der Schwangerschaft und schwangerschaftsassoziierten maternalenErkrankungen gibt. Dabei erwies sich ein hoher BMI als relevanter Risikofaktor für bestimmtepräkonzeptionelle Krankheiten (chronische Hypertonie, Diabetes mellitus) und schwangerschaftsspezifischematernale Erkrankungen (SIH, Präeklampsie/Eklampsie, GDM) sowie derencharakteristische Symptome (Hypertonie als Symptom, pathologische Proteinurie und mittelgradigebis schwere Ödeme).Die vorliegende Arbeit hat das Ziel zu klären, ob und inwieweit statistisch gesicherte Zusammenhängezwischen einer zu Beginn der Schwangerschaft vorliegenden Adipositas (= 30,00kg/m²) und Risiken für die werdende Mutter und das sich in utero entwickelnde Kind bestehen.Dabei ist auch zu prüfen, in welchem Maße sich die maternale Adipositas auf die somatischeNeugeborenenklassifikation auswirkt. Darüber hinaus ist mithilfe einer zusätzlichen Kategorisierungdes BMI zu ergründen, ob die maternalen und fetalen/neonatalen Risiken der Adipositasmit steigendem BMI zunehmen. Weiterhin gilt es abzuschätzen, ob potenzielle maternaleEinflussgrößen für den BMI, wie Gebäralter, Parität, Tätigkeit (Sozialstatus), Rauchverhaltenund Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, die Adipositas und damit auch deren Risikenverstärken können. Mit einer maternalen Adipositas verbundene Geburtsrisiken sind Gegenstandvon detaillierten Untersuchungen im Rahmen einer anderen Arbeit.Für die retrospektive Studie steht ein ca. 500.000 Schwangere mit einer Einlingsgeburt umfassendesDatengut zur Verfügung, das sich von der in den Jahren 1998 – 2000 durchgeführtendeutschen Perinatalerhebung ableitet.

Anbieter: Dodax
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Unversöhnte Verschiedenheit
101,00 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz gehört zu den grossen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Neuzeit. Angesichts der sich zuspitzenden religiös-konfessionellen Spannungen, die häufig Anlass zu gewaltsamen Konflikten gaben, bedurfte es politisch abgesicherter Verfahren der Konfliktlösung und der Differenzbewältigung. Bei näherem Hinsehen erweisen sich solche Verfahren als ebenso vielfältig wie die religiöse Landschaft Europas selbst. Neben der Befriedung der Konflikte durch Wiederherstellung der religiösen Einheit innerhalb eines Territoriums, was zumeist Repression und Vertreibung als gewaltsame Formen der Konfliktbewältigung einschloss, lassen sich Strategien erkennen, die eine weitgehend friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiös-konfessionellen Gruppen gewährleisteten. Dies konnte durch obrigkeitliche Duldung qua »Toleranzedikt« geschehen, aber auch durch Frieden, der zwischen gleichberechtigten Vertragsparteien geschlossen wurde. Auf dieser Grundlage konnten sich formelle Verfahren entwickeln, die politische Gleichberechtigung und Parität garantierten. Nicht weniger charakteristisch für die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz im neuzeitlichen Europa waren aber auch Verfahren, die informeller Natur waren und deren friedensstiftendes Potential gerade darin bestand, dass sie die bestehenden Differenzen verwischten und so Raum für Ambiguität liessen. Der Band, der auch Einsichten für die Gegenwart eröffnet, nimmt diese Phänomene in breiter europäischer Perspektive in den Blick.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Unversöhnte Verschiedenheit
72,90 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz gehört zu den grossen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Neuzeit. Angesichts der sich zuspitzenden religiös-konfessionellen Spannungen, die häufig Anlass zu gewaltsamen Konflikten gaben, bedurfte es politisch abgesicherter Verfahren der Konfliktlösung und der Differenzbewältigung. Bei näherem Hinsehen erweisen sich solche Verfahren als ebenso vielfältig wie die religiöse Landschaft Europas selbst. Neben der Befriedung der Konflikte durch Wiederherstellung der religiösen Einheit innerhalb eines Territoriums, was zumeist Repression und Vertreibung als gewaltsame Formen der Konfliktbewältigung einschloss, lassen sich Strategien erkennen, die eine weitgehend friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiös-konfessionellen Gruppen gewährleisteten. Dies konnte durch obrigkeitliche Duldung qua »Toleranzedikt« geschehen, aber auch durch Frieden, der zwischen gleichberechtigten Vertragsparteien geschlossen wurde. Auf dieser Grundlage konnten sich formelle Verfahren entwickeln, die politische Gleichberechtigung und Parität garantierten. Nicht weniger charakteristisch für die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz im neuzeitlichen Europa waren aber auch Verfahren, die informeller Natur waren und deren friedensstiftendes Potential gerade darin bestand, dass sie die bestehenden Differenzen verwischten und so Raum für Ambiguität liessen. Der Band, der auch Einsichten für die Gegenwart eröffnet, nimmt diese Phänomene in breiter europäischer Perspektive in den Blick.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Corpus Evangelicorum und deutsches Machtgleichg...
5,40 CHF *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1 - 2, Justus-Liebig-Universität Giessen (Historisches Institut), Veranstaltung: GS: Das alte Reich im alten Europa: Politische Kultur, Gesellschaftliches Gefüge, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Frage, welche Bedeutung die konfessionellen Gegensätze im Reich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts für das deutsche Machtgleichgewicht hatten. Auf die Rolle des Corpus Evangelicorum für das deutsche Machtgleichgewicht komme ich im Besonderen zu sprechen. Ausserdem möchte ich aufzeigen, wie das Corpus institutionell funktionierte und es versuchte, sich in das geltende Reichsverfassungssystem zu integrieren. Ich werde versuchen die Absichten und Ziele des brandenburgisch-preussischen Königs Friedrich-Wilhelm I. (1713 - 1740) zu klären und zwar, inwieweit der sogenannte 'Soldatenkönig' durch den Ausbau des preussischen Staatswesens und an dem Wechsel der Fronten auf die antihabsburgische Seite an der Entstehung des Dualismus im Reich beteiligt war. Hinsichtlich der Bedeutung der konfessionellen Gegensätze im Reich für das deutsche und europäische Machtgleichgewicht bestehen in der derzeitigen Forschung unterschiedliche Meinungen. Welche Ziele für die Monarchen vorrangig waren, zum Beispiel ob die Konfessionsfrage für die Monarchen wichtiger war als die eigene territoriale Vergrösserung, möchte ich mit dieser Arbeit klären. Beim Verfassen dieser Arbeit bin ich sowohl thematisch als auch teilweise chronologisch vorgegangen. Die Funktionsweise des Corpus Evangelicorum im Reichsverfassungssystem zu erklären ist, wie das Gabriele Haug-Moritz treffend beschreibt, eine 'schwierige Angelegenheit.' Denn hinsichtlich dieser Frage gibt es mehrere Lösungsansätze in der heutigen Forschung. Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich mit der konfessionellen Darstellung des brandenburgisch-preussischen Königs Friedrich Wilhelm anfangen, eingebettet in allgemeine Überlegungen zu den konfessionellen Gegensätzen dieser Zeit. Dann werde ich auf die Regensburger Unionsbestrebungen (1717 - 1719) eingehen. Sie zeigen den Versuch des brandenburgisch- preussischen Königs, entscheidenden Einfluss auf das Corpus Evangelicorum zu bekommen. Letztlich beschäftige ich mich mit dem Corpus Evangelicorum als Mittel zur Parität im Reich, um die Frage nach der Rolle des Corpus für das deutsche Machtgleichgewicht aufzugreifen. Die Literaturlage zu diesem Themengebiet ist sehr umfangreich. Der Aufsatz von Gabriele Haug-Moritz 'Corpus Evangelicorum und deutscher Dualismus' ist ein wichtiger Beitrag.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Unversöhnte Verschiedenheit
72,00 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz gehört zu den großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Neuzeit. Angesichts der sich zuspitzenden religiös-konfessionellen Spannungen, die häufig Anlass zu gewaltsamen Konflikten gaben, bedurfte es politisch abgesicherter Verfahren der Konfliktlösung und der Differenzbewältigung. Bei näherem Hinsehen erweisen sich solche Verfahren als ebenso vielfältig wie die religiöse Landschaft Europas selbst. Neben der Befriedung der Konflikte durch Wiederherstellung der religiösen Einheit innerhalb eines Territoriums, was zumeist Repression und Vertreibung als gewaltsame Formen der Konfliktbewältigung einschloss, lassen sich Strategien erkennen, die eine weitgehend friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiös-konfessionellen Gruppen gewährleisteten. Dies konnte durch obrigkeitliche Duldung qua »Toleranzedikt« geschehen, aber auch durch Frieden, der zwischen gleichberechtigten Vertragsparteien geschlossen wurde. Auf dieser Grundlage konnten sich formelle Verfahren entwickeln, die politische Gleichberechtigung und Parität garantierten. Nicht weniger charakteristisch für die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz im neuzeitlichen Europa waren aber auch Verfahren, die informeller Natur waren und deren friedensstiftendes Potential gerade darin bestand, dass sie die bestehenden Differenzen verwischten und so Raum für Ambiguität ließen. Der Band, der auch Einsichten für die Gegenwart eröffnet, nimmt diese Phänomene in breiter europäischer Perspektive in den Blick.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Corpus Evangelicorum und deutsches Machtgleichg...
3,99 € *
ggf. zzgl. Versand

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung, Note: 1 - 2, Justus-Liebig-Universität Gießen (Historisches Institut), Veranstaltung: GS: Das alte Reich im alten Europa: Politische Kultur, Gesellschaftliches Gefüge, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Frage, welche Bedeutung die konfessionellen Gegensätze im Reich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts für das deutsche Machtgleichgewicht hatten. Auf die Rolle des Corpus Evangelicorum für das deutsche Machtgleichgewicht komme ich im Besonderen zu sprechen. Außerdem möchte ich aufzeigen, wie das Corpus institutionell funktionierte und es versuchte, sich in das geltende Reichsverfassungssystem zu integrieren. Ich werde versuchen die Absichten und Ziele des brandenburgisch-preußischen Königs Friedrich-Wilhelm I. (1713 - 1740) zu klären und zwar, inwieweit der sogenannte 'Soldatenkönig' durch den Ausbau des preußischen Staatswesens und an dem Wechsel der Fronten auf die antihabsburgische Seite an der Entstehung des Dualismus im Reich beteiligt war. Hinsichtlich der Bedeutung der konfessionellen Gegensätze im Reich für das deutsche und europäische Machtgleichgewicht bestehen in der derzeitigen Forschung unterschiedliche Meinungen. Welche Ziele für die Monarchen vorrangig waren, zum Beispiel ob die Konfessionsfrage für die Monarchen wichtiger war als die eigene territoriale Vergrößerung, möchte ich mit dieser Arbeit klären. Beim Verfassen dieser Arbeit bin ich sowohl thematisch als auch teilweise chronologisch vorgegangen. Die Funktionsweise des Corpus Evangelicorum im Reichsverfassungssystem zu erklären ist, wie das Gabriele Haug-Moritz treffend beschreibt, eine 'schwierige Angelegenheit.' Denn hinsichtlich dieser Frage gibt es mehrere Lösungsansätze in der heutigen Forschung. Ausgehend von diesen Überlegungen möchte ich mit der konfessionellen Darstellung des brandenburgisch-preußischen Königs Friedrich Wilhelm anfangen, eingebettet in allgemeine Überlegungen zu den konfessionellen Gegensätzen dieser Zeit. Dann werde ich auf die Regensburger Unionsbestrebungen (1717 - 1719) eingehen. Sie zeigen den Versuch des brandenburgisch- preußischen Königs, entscheidenden Einfluss auf das Corpus Evangelicorum zu bekommen. Letztlich beschäftige ich mich mit dem Corpus Evangelicorum als Mittel zur Parität im Reich, um die Frage nach der Rolle des Corpus für das deutsche Machtgleichgewicht aufzugreifen. Die Literaturlage zu diesem Themengebiet ist sehr umfangreich. Der Aufsatz von Gabriele Haug-Moritz 'Corpus Evangelicorum und deutscher Dualismus' ist ein wichtiger Beitrag.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot
Unversöhnte Verschiedenheit
61,70 € *
ggf. zzgl. Versand

Die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz gehört zu den großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der europäischen Neuzeit. Angesichts der sich zuspitzenden religiös-konfessionellen Spannungen, die häufig Anlass zu gewaltsamen Konflikten gaben, bedurfte es politisch abgesicherter Verfahren der Konfliktlösung und der Differenzbewältigung. Bei näherem Hinsehen erweisen sich solche Verfahren als ebenso vielfältig wie die religiöse Landschaft Europas selbst. Neben der Befriedung der Konflikte durch Wiederherstellung der religiösen Einheit innerhalb eines Territoriums, was zumeist Repression und Vertreibung als gewaltsame Formen der Konfliktbewältigung einschloss, lassen sich Strategien erkennen, die eine weitgehend friedliche Koexistenz der unterschiedlichen religiös-konfessionellen Gruppen gewährleisteten. Dies konnte durch obrigkeitliche Duldung qua »Toleranzedikt« geschehen, aber auch durch Frieden, der zwischen gleichberechtigten Vertragsparteien geschlossen wurde. Auf dieser Grundlage konnten sich formelle Verfahren entwickeln, die politische Gleichberechtigung und Parität garantierten. Nicht weniger charakteristisch für die Bewältigung religiös-konfessioneller Differenz im neuzeitlichen Europa waren aber auch Verfahren, die informeller Natur waren und deren friedensstiftendes Potential gerade darin bestand, dass sie die bestehenden Differenzen verwischten und so Raum für Ambiguität ließen. Der Band, der auch Einsichten für die Gegenwart eröffnet, nimmt diese Phänomene in breiter europäischer Perspektive in den Blick.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 30.05.2020
Zum Angebot