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Parität statt Klassenkampf?
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Parität statt Klassenkampf? ab 77.95 EURO Zur Organisation des Arbeitsmarktes und Domestizierung des Arbeitskampfes in Deutschland und England 1900-1918

Anbieter: ebook.de
Stand: 25.02.2020
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Gastfreundschaft der Kulturen
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In keinem anderen europäischen Staat ist die Debatte um die eigenstaatliche kulturelle Identität so schwierig zu führen wie in Deutschland. Vor dem Hintergrund des Narrativs des Multikulturalismus unternimmt Johannes Heinrichs gegen Parteipolitik, gegen politisches Lagerdenken und gegen die allgemeine Hysterie den Versuch einer nüchternen, dem Denken verpflichteten Untersuchung dessen, was eine deutsche Primär- oder gastgebende Kultur ausmacht.Dabei stellt er als Thesen auf, für die er eine genaue Begründung bietet:· Multikulturelle Gesellschaft im Sinne einer völligen Parität verschiedener Kulturen unter Aufgabe von Sprachgebieten ist weder realistisch möglich noch eine wünschenswerte Form menschlichen Miteinanderlebens. Multikultur ohne die Unterscheidung von gastgebender Kultur und Gastkultur wäre in Kürze eine Unkultur.· Ein vertieftes, aufgeklärtes Bewusstsein kultureller Identität hat mit Nationalismus nichts gemeinsam. Im Gegenteil, es ist Voraussetzung für Multikultur.Eine gastgebende Kultur, derer sich die Gastgeber bewusst sind, ist nach Heinrichs sogar Voraussetzung für die Integration von Immigranten einschließlich ihrer je eigenen (Gast-)Kulturen. Das Bewusstsein um die Rolle der gastgebenden Kultur bedeutet dabei keineswegs ein nationalistisches Überlegenheitsgefühl, sondern schlicht den unerlässlichen Gemeinschaftsgeist, der sich in Sitten und Gebräuchen äußert, zuerst und zuvörderst in der Verwendung einer gemeinsamen Sprache.Von Einwanderern ist daher auf Dauer eine kulturelle Integration zu verlangen - was jedoch nicht bedeutet, dass sie ihre mitgebrachten Kulturen zu verleugnen bräuchten. Diese genießen als Sekundärkulturen Gastrecht in der gastgebenden Primärkultur, auch wenn die Einzelnen als solche nicht bloß Gäste bleiben.Solche sich aus der Vernunft ergebenden Grundregeln werden sowohl von linken Multikulti-Ideologen wie von rechten Nationalisten missachtet - aber zugleich auch von Mitte-Politikern noch immer ignoriert.Das vorliegende Buch stellt die zweite, um zwei Essays und ein Resümee erweiterte Neuauflage der Erstausgabe von 1994 dar, die so klar- und weitsichtig verfasst wurde, dass sie in beinahe schon unheimlicher Weise aktuell ist, nicht zuletzt durch die Migrationskrise. Johannes Heinrichs' Analyse von kultureller Identität, in der er den Begriff einer gastgebenden Primärkultur Jahre vor der Leitkulturdebatte einführte, leistet einen grundlegenden und wichtigen Beitrag zu einer Versachlichung der Diskussion um Einwanderung und "Leitkultur".Als Ergänzungen sind folgerichtig beigefügt· der Aufsatz Kulturelle Solidarität - der unerkannte Kern des Migrationsproblems, in welchem Heinrichs Pflichten zur sowie Bedingungen und Voraussetzungen für kulturelle Gastfreundschaft analysiert,· ein kritischer offener Brief an Bassam Tibi anlässlich der aktualisierten Neuauflage von Tibis Buch Europa ohne Identität (2016), mit dessen Erstausgabe dieser im Jahr 1998 den Begriff der Leitkultur geprägt hat,· ein Resümee "Ergebnisse und Ergänzungen".

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Stand: 25.02.2020
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Weltordnung in der Revision
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_Die Zusammensetzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, der in seiner Struktur und Entscheidungsfindung der Machtverteilung nach dem Zweiten Weltkrieg entspricht, erscheint heute nicht mehr zeitgemäß. Nach 1990 geht die gestiegene Relevanz des Gremiums mit mangelnden Entscheidungs- und Mitspracherechten regionaler Akteure und "nichtinkludierter" Großmächte einher. Diese Problematik betrifft insbesondere die europäische Zentralmacht Deutschland, welche nach dem Ost-West-Konflikt - ungeachtet der Ansprüche der Verbünden auf eine umfassende Partizipation bei den Auslandseinsätzen - im Sicherheitsregieren über eingeschränktere Mitentscheidungsrechte als die in den Rat eingeschlossenen Partnerstaaten verfügt. Ein zunehmendes Engagement für eine Reform des Gremiums unter den Regierungen Kohl und Schröder, jedoch auch die Versuche "privilegierter" Akteure, den Status quo zu erhalten, verdeutlichen die Relevanz des höchsten VN-Gremiums sowie die der internationalen Politik inhärente Konfliktivität um Einfluss und Entscheidungsrechte.Eva Mareike Schmitt untersucht die Chancen Deutschlands hinsichtlich der Reform des Rates, die als Element der Neuen deutschen Außenpolitik im Fokus politikwissenschaftlicher Analysen steht, jedoch ebenfalls im Kontext des deutschen Grundinteresses an der Parität innerhalb des europäisch-atlantischen Konzertes zu sehen ist.

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Stand: 25.02.2020
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Westorientierung im deutschen Protestantismus?
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Die konfessionellen Verhältnisse in Deutschland sind durch die staatliche Teilung stark verändert worden. Erstmals seit Gründung des Kaiserreichs herrschte in einem deutschen Staat konfessionelle Parität zwischen Protestanten und Katholiken. Viele Evangelische glaubten deshalb, der Protestantismus habe seine dominierende kulturelle und gesellschaftliche Stellung, die er nach 1871 errungen hatte, an den Katholizismus verloren. Der Protestantismus war unter diesen neuen Bedingungen gezwungen, seine Rolle in der westdeutschen Gesellschaft zu finden und zu behaupten. Dieser Prozeß blieb nicht frei von tiefreichenden Spannungen zwischen unterschiedlichen kirchlichen Gruppen.

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Stand: 25.02.2020
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Adipositas und Schwangerschaft
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Die Adipositas ist ein gravierendes Gesundheitsproblem, das nicht nur die entwickelten Länderwie Deutschland, sondern neuerdings auch viele Entwicklungsländer angeht. Bei den Erwachsenenhat sie bereits epidemischen Charakter angenommen (WORLD HEALTH ORGANIZATION2000, JAMES et al. 2001) und wird daher seitens der WHO als eine besonders starke,globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit eingeschätzt.Zur Klassifikation von Übergewicht und Adipositas wird gewöhnlich der Körpermasse-Index(Body-Mass-Index, BMI) verwendet, da er der beste, international bewährte, indirekte Indikatorfür die Gesamtkörperfettmasse ist. Der BMI errechnet sich aus der Formel: Körpergewicht (inkg) dividiert durch das Quadrat der Körperhöhe (in cm), folglich ist seine Einheit kg/m². InÜbereinstimmung mit den Empfehlungen der WORLD HEALTH ORGANIZATION (2000) lassensich bei Erwachsenen fünf BMI-Kategorien (Angaben in kg/m²) wie folgt unterscheiden:- Untergewicht: BMI < 18,5- Normalgewicht: 18,5 = BMI < 25- Übergewicht: 25 = BMI < 30- Adipositas: = 30 BMI < 40- Extreme Adipositas: BMI = 40Bei Kindern und Jugendlichen kann die Klassifikation mithilfe geschlechtsspezifischer Altersperzentilenfür den BMI (KROMEYER-HAUSCHILD et al. 2001, WABITSCH UND KUNZE 2001/2006) erfolgen.Neuerdings hat sich gezeigt, dass der Taillenumfang und das Taillen-Hüft-Verhältnis nützlicheAlternativen des BMI zur Bestimmung der Adipositas, speziell der vorwiegend abdominalen(viszeralen) Adipositas sind (KESSNER 2005, DEUTSCHE ADIPOSITAS-GESELLSCHAFT (DAG) u.a.2006, BALKAU et al. 2007, SUN et al. 2008).In den vergangenen Jahrzehnten, vornehmlich seit Mitte der 80er-Jahre stieg die Prävalenzder Adipositas in Europa und weltweit stark an (EHRSAM et al. 2004, HELMERT UND STRUBE2004, LOBSTEIN et al. 2005), insbesondere in den USA (FLEGAL et al. 1998, 2002, MOKDAD et al.1999, OGDEN et al. 2006). Bereits bei Kindern und Jugendlichen setzte ein ansteigender Trendein (KROMEYER-HAUSCHILD et al. 1999, EBBELING et al. 2002, KALIES et al. 2002, KOLETZKO et al.2002, OGDEN et al. 2002, WANG et al. 2002, FRYE UND HEINRICH 2003, LISSAU et al. 2004).Aus den Untersuchungen von OGDEN et al. (2006), denen Daten des National Health and NutritionExamination Surveys (NHANES) der USA der Jahre 2003 – 2004 zugrunde lagen, ginghervor, dass 32,2% der Erwachsenen im Alter ab 20 Jahre adipös (BMI = 30 kg/m²) waren. 17,1%der 2 – 19 Jahre alten Kinder und Jugendlichen waren übergewichtig (= 95. Perzentile desgeschlechts- und altersspezifischen BMI). Gegenüber den Jahren 1999 – 2000 (FLEGAL et al. 2002)stieg die Prävalenz des Übergewichts signifikant von 13,8% auf 16,0% bei den weiblichen undvon 14,0% auf 18,2% bei den männlichen Kindern und Jugendlichen an. Bei den Männernnahm die Prävalenz der Adipositas im gleichen Zeitraum signifikant von 27,5% auf 31,1% zu,wohingegen sie bei den Frauen nicht weiter anstieg (1999 – 2000: 33,4%, 2003 – 2004: 33,2%).Die Prävalenz der extrem ausgeprägten Adipositas (BMI = 40 kg/m²) betrug in den Jahren2003 – 2004 bei den Frauen 6,9% und bei den Männern 2,8%. Gemäß HEALTH SURVEY FOR ENGLAND2004 (2005) ergab sich zwischen 1993 und 2004 eine stetige Zunahme der Adipositasprävalenzvon 16,4% auf 23,8% bei den Frauen und von 13,2% auf 23,6% bei den Männern. InDeutschland sind derzeit etwa 50% der Frauen und 70% der Männer übergewichtig oder adipös(MENSINK et al. 2005), die Kinder je nach Alter und Region immerhin schon zu 20% – 33%(MÜLLER et al. 2006).Die Adipositas stellt eine der zentralen Herausforderungen der modernen Medizin dar (HEBEBRANDet al. 2004). Dies gilt namentlich für die Geburtsmedizin, denn die ansteigende Prävalenzdes Übergewichts und der Adipositas betrifft auch die Frauen im gebärfähigen Alter. In denUSA verdreifachte sich die Adipositasprävalenz bei den Frauen im Alter von 20 – 39 Jahre von9% in den Jahren 1960 – 1962 auf 28% in den Jahren 1999 – 2000 (FLEGAL et al. 2002). Nacheiner auf 36.821 Schwangeren basierenden britischen Studie (HESLEHURST et al. 2007) erhöhtesich im Zeitraum von 1990 – 2004 der Anteil der Frauen mit Adipositas zu Beginn der Schwangerschaftsignifikant (p < 0,01) von 9,9% auf 16,0% und wird bei anhaltendem Trend im Jahre2010 auf 22% anwachsen. Über einen ähnlichen ansteigenden Trend für die Prävalenz dermaternalen Adipositas wurde neben den USA aus europäischen Ländern und Kanada berichtet(CNATTINGIUS et al. 1998, LU et al. 2001, SURKAN et al. 2004, KANAGALINGAM et al. 2005, YEHUND SHELTON 2005, RAATIKAINEN et al. 2006).Die schwangerschaftsassoziierte Adipositas steigert maternale und fetale/neonatale Risikenfür Morbidität und Mortalität (GROSS et al. 1980, CASTRO UND AVINA 2002, DIETL 2005, CATALANOUND EHRENBERG 2006, YU et al. 2006). Neben thromboembolischen, respiratorischen und infektiösenKomplikationen werden vornehmlich die schwangerschaftsinduzierte Hypertonie (SIH),die Präeklampsie/Eklampsie und der Schwangerschaftsdiabetes (GDM), die Kaiserschnittrate,neonatale Anpassungsstörungen, angeborene Fehlbildungen, die Frühgeburtlichkeit und diefetale/neonatale Makrosomie sowie die Totgeburtenrate durch die Adipositas begünstigt bzw.erhöht. Darüber hinaus ist mit Folgeerkrankungen (chronische Hypertonie, Typ-2-Diabetes,metabolisches Syndrom mit konsekutiven kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen) zurechnen, die wiederum nachfolgende Schwangerschaften belasten.KUNZE (2008) und VOIGT et al. (2008) waren in Untersuchungen, die auf der Grundlage vonPerinataldaten der Jahre 1998 – 2000 aus 8 deutschen Bundesländern erfolgten, zunächst derFrage nachgegangen, inwiefern es Beziehungen zwischen dem maternalen Übergewicht bzw.der Adipositas zu Beginn der Schwangerschaft und schwangerschaftsassoziierten maternalenErkrankungen gibt. Dabei erwies sich ein hoher BMI als relevanter Risikofaktor für bestimmtepräkonzeptionelle Krankheiten (chronische Hypertonie, Diabetes mellitus) und schwangerschaftsspezifischematernale Erkrankungen (SIH, Präeklampsie/Eklampsie, GDM) sowie derencharakteristische Symptome (Hypertonie als Symptom, pathologische Proteinurie und mittelgradigebis schwere Ödeme).Die vorliegende Arbeit hat das Ziel zu klären, ob und inwieweit statistisch gesicherte Zusammenhängezwischen einer zu Beginn der Schwangerschaft vorliegenden Adipositas (= 30,00kg/m²) und Risiken für die werdende Mutter und das sich in utero entwickelnde Kind bestehen.Dabei ist auch zu prüfen, in welchem Maße sich die maternale Adipositas auf die somatischeNeugeborenenklassifikation auswirkt. Darüber hinaus ist mithilfe einer zusätzlichen Kategorisierungdes BMI zu ergründen, ob die maternalen und fetalen/neonatalen Risiken der Adipositasmit steigendem BMI zunehmen. Weiterhin gilt es abzuschätzen, ob potenzielle maternaleEinflussgrößen für den BMI, wie Gebäralter, Parität, Tätigkeit (Sozialstatus), Rauchverhaltenund Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, die Adipositas und damit auch deren Risikenverstärken können. Mit einer maternalen Adipositas verbundene Geburtsrisiken sind Gegenstandvon detaillierten Untersuchungen im Rahmen einer anderen Arbeit.Für die retrospektive Studie steht ein ca. 500.000 Schwangere mit einer Einlingsgeburt umfassendesDatengut zur Verfügung, das sich von der in den Jahren 1998 – 2000 durchgeführtendeutschen Perinatalerhebung ableitet.

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Das Kopftuch der muslimischen Lehramtsanwärteri...
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Seit einigen Jahren steht die Verschleierung von muslimischen Lehrerinnen an staatlichen Schulen in der öffentlichen Diskussion. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob es einer Lehramtsanwärterin gestattet ist, sich während ihrer Anwesenheit in der staatlichen Schule zu verschleiern. Hierbei wird hauptsächlich auf die Verschleierung mit einem Kopftuch eingegangen. Dem Kopftuch können verschiedene Bedeutungen zukommen: Es kann als politisches Symbol für den islamischen Fundamentalismus, als religiöses Symbol für den Islam oder auch aus traditionellen Gründen und ohne symbolische Bedeutung getragen werden. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass die Verschleierung mit einem Kopftuch, das aus religiösen oder aus traditionellen Gründen getragen wird, zulässig ist, wenn die Lehrperson keine Werbung für ihren Glauben betreibt. Das als Zeichen für den Fundamentalismus getragene Kopftuch sowie die stärkeren Formen der Verschleierung, die das Gesicht und/oder den ganzen Körper bedecken, sind hingegen zu verbieten. Aus dem Inhalt: Islam in Deutschland - Begriff des Symbols und seine Bestimmbarkeit - Symbolische Wirkungen des Kopftuchs - Recht auf gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amt aus Art. 33 Abs. 2 und 3 GG - Schutzbereich der religiösen Freiheitsrechte und des allgemeinen Persönlichkeitsrechts - Staatliche Neutralität und Parität - Art. 9 und 14 EMRK - Islamischer Fundamentalismus.

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Parität - Freiheit, Recht und Verantwortung
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'Männer und Frauen sind gleichberechtigt.' Das wurde vor 70 Jahren im Grundgesetzt verankert. Aber von der praktischen Gleichstellung und verantwortlichen Mitgestaltung sind wir in Deutschland meilenweit entfernt. Frauen bringen heute weltweit ein hohes Potential an neuem Denken und Handeln ein. Die vorhandenen Möglichkeiten müssen zu gemeinsamer Verantwortung entwickelt werden. An die Stelle von Konfrontation muss Kooperation treten, an die von Konflikten Problemlösungen, um bessere Lebenschancen zu erlangen. Parität &amp;#8211; so heisst das Ziel der bekennenden Frauenrechtlerin Rita Süssmuth. Sie nimmt die aktuellen Zustände in und ausserhalb Deutschlands in den Blick, insbesondere von Alleinerziehenden, Flüchtlingsfrauen, Migrantinnen, Frauen, die arm und bildungsfern sind. Sie benennt die Folgen der Ungleichheit, erklärt ihre historischen Wurzeln und fragt, was geschehen muss für eine bessere Zukunft.

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Weltordnung in der Revision
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¿Die Zusammensetzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, der in seiner Struktur und Entscheidungsfindung der Machtverteilung nach dem Zweiten Weltkrieg entspricht, erscheint heute nicht mehr zeitgemäss. Nach 1990 geht die gestiegene Relevanz des Gremiums mit mangelnden Entscheidungs- und Mitspracherechten regionaler Akteure und 'nichtinkludierter' Grossmächte einher. Diese Problematik betrifft insbesondere die europäische Zentralmacht Deutschland, welche nach dem Ost-West-Konflikt - ungeachtet der Ansprüche der Verbünden auf eine umfassende Partizipation bei den Auslandseinsätzen - im Sicherheitsregieren über eingeschränktere Mitentscheidungsrechte als die in den Rat eingeschlossenen Partnerstaaten verfügt. Ein zunehmendes Engagement für eine Reform des Gremiums unter den Regierungen Kohl und Schröder, jedoch auch die Versuche 'privilegierter' Akteure, den Status quo zu erhalten, verdeutlichen die Relevanz des höchsten VN-Gremiums sowie die der internationalen Politik inhärente Konfliktivität um Einfluss und Entscheidungsrechte. Eva Mareike Schmitt untersucht die Chancen Deutschlands hinsichtlich der Reform des Rates, die als Element der Neuen deutschen Aussenpolitik im Fokus politikwissenschaftlicher Analysen steht, jedoch ebenfalls im Kontext des deutschen Grundinteresses an der Parität innerhalb des europäisch-atlantischen Konzertes zu sehen ist.

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Integration durch Marginalisierung?
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Inhaltsangabe:Einleitung: Gegenstand dieser empirisch-vergleichend angelegten Studie ist die berufliche Situation hochqualifizierter Frauen im Amt der Richterinnen und Staatsanwältinnen in Frankreich und in Deutschland. Wie einschlägige Studien belegen, stieg in Deutschland der Frauenanteil insbesondere in prestigeträchtigen Professionen nicht im Verhältnis zu der kontinuierlich ansteigenden Zahl von Hochschulabsolventinnen in den entsprechenden Fächern. Besonders offenkundig zeigt sich die Unterrepräsentation von Frauen in leitenden Positionen. Die Justiz als zentrales Organ unserer Demokratie eignet sich aufgrund ihrer hohen Transparenz hervorragend als Untersuchungsobjekt, um horizontale und vertikale Segregationsprozesse nach Geschlecht auf der Ebene von hochqualifizierten Berufen zu beobachten. Mit der amtlichen Statistik stehen hierfür verlässliche Daten zur Verfügung, die es dank ihrer regelmässigen Veröffentlichung auch erlauben, Aussagen über langfristige Entwicklungen zu treffen. Am Beispiel der juristischen Profession wird der Frage nachgegangen, welche Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten die Karrieren von Richterinnen und Staatsanwältinnen in zwei Ländern kennzeichnen, die sich hinsichtlich ihres Feminisierungsgrades in der Profession erheblich unterscheiden. Während in Deutschland trotz gesetzlich verankerter Gleichstellungspolitik im öffentlichen Dienst der Frauenanteil in der Richter- und Staatsanwaltschaft im Erhebungszeitraum gemäss den Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 26 % betrug, erlangen die französischen Richterinnen und Staatsanwältinnen mit dem Jahrtausendwechsel die Parität. Von dieser Diskrepanz ausgehend, wird in der Arbeit der Frage nachgegangen, welche professionsimmanenten Strukturen und Faktoren die Präsenz von Frauen kennzeichnen und beeinflussen. Unter diesem Gesichtspunkt wurde das zur Verfügung stehende statistische Datenmaterial einer umfangreichen Aufbereitung unterzogen, um es erstmalig einer wissenschaftlichen Analyse zugänglich zu machen, die den Forschungsstand um eine internationale Vergleichsdimension erweitert. Der Vergleich der amtlichen Statistiken offenbart, dass in der französischen Justiz trotz der auf den ersten Blick beispielhaft gelungenen Integration von Frauen strukturelle Übereinstimmungen mit den deutschen Verhältnissen bestehen, was die qualitative Integration der Juristinnen anbelangt. Die von Frauen in der Justiz ausgeübten Tätigkeiten weisen auffallend häufig gemeinsame [...]

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